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Sicherheit - Organisiert Eure Passwörter

Die Liste der "25 dümmsten Passwörter" ist erschienen. Die Einträge dieser Liste sind derart erschreckend, dass auch wir uns den Themen Passwörter und Account-Sicherheit annehmen. Es zeigt sich: Sich Zeit zu nehmen, sichere Passwörter zu wählen und organisieren, erspart viel Ärger.

Inhaltsverzeichnis

Seite 3: Keine Garantie, aber erhöhter Schutz

Aus technischer Sicht: kein Passwort wirklich sicher
Aus rein technischer Sicht ist kein Passwort wirklich sicher. Es gibt eine Tabelle, die sogenannte ASCII-Zeichen enthält. ASCII steht für "American Standard Code for Information Interchange" (Amerikanischer Standardcode für Informationsaustausch). Dieser Code setzt sich zusammen aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, die jeder Computer versteht. Daraus ergeben sich 128 Möglichkeiten bei jedem Tastatur-Anschlag. Je länger das Passwort ist, desto schwerer fällt es einer Software, es zu erraten. Heutzutage bieten aber auch die längsten Passwörter keine Garantie auf absoluten Schutz. Dafür sind moderne Geräte und Software einfach zu leistungsstark. Wenn ein Hacker aber nicht über Regierungstechnologie verfügt, dann macht Ihr ihm das Leben mit einem sicheren Passwort bedeutend schwerer, er wird Euren Account nicht knacken können.

Wie ein Passwort NICHT aussehen sollte
Euch zu erklären wie ein sicheres Passwort auszusehen hat, ergibt wenig Sinn. Dann würden wir Euch im nächsten Jahr nicht die Liste der "25 dümmsten Passwörter" präsentieren, sondern das eine, das alle benutzen. Deswegen zeigen wir, woraus Euer Passwort NICHT bestehen sollte:

  • Das Passwort sollte nicht kurz sein.
    Einige Webseiten geben Euch eine Spanne an den zu verwendenden Zeichen vor, wenn es aber kein Limit gibt, dann wählt ein entsprechend langes Passwort
  • Das Passwort sollte nicht aus einem Wörterbuch stammen
    Hacker nutzen ebenfalls Wörterbücher. Ihre Software ist in der Lage, binnen kürzester Zeit alle Wörter aus einem Wörterbuch mit Eurem Passwort abzugleichen.
  • Verwendet keine Namen oder Geburtsdaten
    Ein Passwort ist eine Information. Schützt diese Information nicht mit einer weiteren Informaiton, etwa einem Namen, einem Geburtstag oder anderen persönlichen Informationen. Hacker erraten diese.

Wir raten zudem, einige Buchstaben durch Zahlen zu ersetzen, Beispiel: "Schn1tz3l", statt "Schnitzel". Darüber hinaus solltet Ihr Sicherheitsfragen mit Fantasieantworten versehen. Diverse Webseiten und Online-Shops verlangen mittlerweile, dass Ihr für Euren Account drei bis fünf Sicherheitsfragen beantwortet. Dabei handelt es sich meist um Fragen wie "Wo wurden Sie geboren?", "Wo gingen Sie zur Schule?", "Welche Farbe hatte Ihr erstes Auto?". Diese Fragen solltet Ihr nicht ernsthaft beantworten, weil Ihr Euer Passwort mit einfach zu erratenden Informationen schützt. Niemand würde auf die Idee kommen, im Eingabefeld unter "Wie lautet der Geburtsname Ihrer Mutter?" das Wort "BattleKissenCall" einzutragen.

Letzter Rat: Organisiert Eure Passwörter
Gerade wir Spieler haben viele Accounts und Passwörter. Für Origin, für Steam und weitere für World od Warcraft und Guild Wars 2. Nicht zu vergessen die unzähligen Community, in denen wir angemeldet sind. Unser Ratschlag: Nehmt Euch die Zeit, für jeden Account ein eigenes Passwort zu kreieren. Schreibt Euch Eure Passwörter auf ein Blatt Papier oder sammelt sie am PC, druckt die Liste aus und legt sie Euch zur Seite. Das ist eine Frage von wenige Minuten, der Aufwand jedoch lohnt sich. Denn er steht zu keinem Verhältnis, wenn plötzlich die Meldung "Sie sind bereits angemeldet" aufploppt oder gar Euer kompletter Spiel-Account und Dutzende Stunden Spielzeit dahin sind.


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