Fallout 76 erscheint nicht auf Steam

Fallout 76 erscheint nicht auf Steam

Genau genommen war Battle.net die erste Gamingplattform im modernen Sinne. Battle.net ging am 31. Dezember 1996 an den Start; parallel zur Veröffentlichung von Diablo. Damals beschränkten sich die Funktionen auf das Chatten mit anderen Spielern, dem Beitreten von Mehrspielersessions in Diablo und einer rudimentären Videospielbibliothek. Die Plattform erfreute sich großer Beliebtheit und war ein starkes Kaufargument für Diablo. Natürlich möchten andere Unternehmen eine Scheibe von dem stark wachsenden Kuchen abhaben und so ging 2003 die Gamingplattform Steam an den Start. Seit jeher vermehren sich Gamingplattformen wie die Karnickel: 2008 wurde die Vertriebsplattform GOG erstmals der Spielergemeinde vorgestellt, 2009 rief Publisher Ubisoft das Uplay-Netzwerk ins Leben, Electronic Arts brachte 2011 das moderne Origin an den Start wie wir es heute kennen und dann gibt es noch weitere Vertriebsplattformen, unter anderem eben von Bethesda.

Wer sich zum Beispiel darauf freut, in diesem Jahr Assassin's Creed: Odyssey, Battlefield V, Call of Duty: Black Ops 4 und Fallout 76 zu spielen, der braucht zwar nur einen PC. Aber gleich vier Accounts bei vier unterschiedlichen Anbietern. Das. Nervt. Denn mit dem Verkaufsstart von Fallout 76 schwört Publisher Bethesda der Gamingplattform Steam ab. Fallout 76 erscheint (vorerst) nicht auf Steam, sondern (erst einmal) nur auf der hauseigenen Vertriebsplattform Bethesda.net Launcher. Noch aber besteht Grund für verhaltenen Optimismus, dass das neue Fallout doch noch auf Steam erscheint: zuvor hat Bethesda nämlich bereits versucht, Fallout Shelter exklusiv via Bethesda.net Launcher anzubieten und es Monate später doch noch auf Steam veröffentlicht. Also: Kopf hoch!