Entwickler sehen Total War: ATTILA als `überlebens-Strategie-Spiel`

Total War: ATTILA erzählt die Geschichte von Attila, dem Hunnenkönig. Anders als in vorherigen Total War-Spielen kämpft ihr nicht mehr Nation gegen Nation. Sondern Nation gegen Tyrann. Das wirkt sich auf das Gameplay von Total War: ATTILA aus, wir erklären euch mehr dazu.

Entwickler sehen Total War: ATTILA als `überlebens-Strategie-Spiel`

"Attila ist nicht fair. Er folgt keiner Vernunft. Es gibt keine schönen Kämpfe gegen das Hunnenreich", schreiben die Entwickler von Total War: ATTILA in ihrem ersten Entwicklerblog. Tatsächlich war Attila der Hunnenkönig ein gnadenloser Herrscher über eine gewaltige Streitmacht, die kein Erbarmen kannte. Für Videospielentwickler bedeutet das: neue Mittel und Wege für frische Gameplay-Features.

Neu in Total War: ATTILA - dynamisches Feuer
Feuer an sich ist keine neue Erfindung, auch nicht innerhalb der Total War-Reihe. Feuer hat es auch schon während einiger Missionen in Total War: Shogun 2 gegeben. In Total War: ATTILA hingegen kann das fortan dynamische Feuer bei jeder Schlacht eine wichtige Rolle spielen. Die Flammen werden sich ausbreiten und so kann aus einem kleinen Brandherd ein flammendes Inferno werden. Zwei Beispiele wie sich das dynamische Feuer auf die Schlacht auswirkt:

  • Einen Wald abfackeln. Wenn ihr eine feindliche Armee vermutet, die in einem Wald Schutz sucht, dann können eure Bogenschützen Brandpfeile verschießen und den gesamten Wald einfach abfackeln.
  • Moral schwächen. Nicht nur ihr könnt Flächenbrände verursachen. Auch der computergesteuerte Gegner. Wenn ihr zum Beispiel eine Stadt verteidigen müsst, kann ein außer Kontrolle geratenes Inferno die Moral eurer Truppen schwächen. Eure Soldaten verlieren die Nerven.

Neu in Total War: ATTILA - eskalierende Belagerungen
Die Belagerungen in Total War: ATTILA folgen einer neuen Logik, einer realitätsnahen Logik. Je länger eine Belagerung ohne Kampfgeschehen andauert, desto zermürbender ist es für die Verteidiger. Zwar mögen die Schwerter und Bögen ruhen. Die Katapulte aber feuern weiter auf eine Stadt. Verteidigungsanlagen gehen im Laufe einer Belagerung zu Bruch, offenbaren Schwachpunkte. Die Katapulte zerstören Häuser, die wiederum Feuer fangen können. Zwar mögen die Schäden anfangs noch überschaubar sein. Aber je länger eine Belagerung in Total War: ATTILA andauert, desto mehr wirkt sich das auf die Verteidiger aus - zumeist negativ.

Kampagne und Schlachten hängen zusammen
Erleidet eure Stadt während einer Schlacht Schaden, wirkt sich das auch auf die Kampagnenkarte aus. Genauso wirken sich Schäden an eurer Stadt auf der Kampagnenkarte auf den Schlachtenmodus aus.

Letztes Mittel: totale Zerstörung ganzer Landstriche
In Total War: ATTILA könnt ihr und müsst ihr manchmal auch Entscheidungen treffen. Zum Beispiel lässt das Spiel euch die Möglichkeit, eine gesamte Region einfach einzuäschern. Verbrannte Erde heißt dieses Vorgehen. Wenn ihr eine Stadt nicht mehr verteidigen könnt, dann könnt ihr sie gänzlich zerstören, sodass euer Gegner sie auch nicht mehr haben kann. Mehr noch: Ihr könnt eine gesamte Region in Total War: ATTILA auslöschen. Das hat verschiedene Konsequenzen.

  • Alle Gebäude werden zerstört
  • Das Auslöschen einer Region bringt euch ein wenig Geld
  • Eine verbrannte Region wiederzubeleben, dauert "viele, viele Runden"
  • Eine verbrannte Region wiederzubeleben, kostet Unmengen Geld
  • Um eine zerstörte Stadt wieder zu bevölkern, braucht es die Hälfte einer Armee

Tipp: Wenn ihr eine zerstörte Stadt irgendwann einmal wiedererobern wollt, lasst eine Weile vergehen. Zeit, in der euer Gegner mit dem Wiederaufbau beschäftigt ist. Das spart euch wiederum Zeit, Geld und Rohstoffe. Aber behaltet im Hinterkopf, dass auch euer Feind seine eigene Stadt auslöschen kann.