Borderlands: The Pre-Sequel - Meinung: Warum Elpis eine Scheibe ist

Borderlands: The Pre-Sequel - Meinung: Warum Elpis eine Scheibe ist

Was habe ich gestaunt, als ich zum ersten Mal das Schießeisen im Stein gesehen habe. Da war er wieder, dieser Borderlands-Moment: Ich hatte keine Ahnung, was es war, aber ich musste es haben. Es funkelte gülden, hat mit "Excalibastard" einen vielversprechenenden Namen und ich konnte es kaum abwarten, die Wumme in die Hand zu nehmen und noch krassere Bossgegner zu erlegen. Denn darum spiele ich doch Borderlands: The Pre-Sequel; auf der Suche nach immer fetteren Waffen, um immer mächtigere Bedrohungen ausschalten zu können. Mit jedem neuen Level ist da dieses Feuer in mir. Ich möchte das nächste Level erreichen, damit ich noch stärkere Waffen benutzen kann, damit ich ENDLICH Level 50 erreiche, um dann ... Ja, was eigentlich?

Borderlands pre sequel level 50
Da steht er nun: Der 4.000-fache Badass Wilhelm auf der Suche nach Herausforderungen.

Elpis ist eine Scheibe, keine Kugel
Wenn ihr Level 50 erreicht habt, dann nimmt euer Abenteuer auf Elpis ein abruptes Ende. Der Zauber geht verloren, es gibt keine Herausforderungen mehr. Kein letzter Boss mehr, den ihr nur auf Level 50 und nur mit dem besten Equipment besiegen könnt. Was euch bleibt, ist ein übermächtiger Held auf der Suche nach Gegnern. Klar, Iwajira wartet noch immer in seiner Höhle auf euch. Aber Iwajira ist für Kammer-Jäger auf Level 50 bloß ein Opfer, wahrlich kein Gegner. Auf Level 50 besiegt ihr ihn ob der mächtigen Waffen und vielen Talente sogar noch schneller. Hier der Videovergleich:


Links: Iwajira auf Level 30                                                    -                                                 Rechts: Iwajira auf Level 52

Daher bleibt am Ende nur eine Frage: Wozu? Wozu noch mühselig Level 50-Waffen farmen, wenn ich sie ohnehin nur gegen die immer gleichen "Gegner" einsetzen kann: Iwajira, Nel und den Raid-Boss. Zwar gibt es noch haufenweise legendäre Waffen in Borderlands: The Pre-Sequel. Aber einen Großteil davon habe ich verpasst. Denn während meiner Recherchen habe ich herausgefunden: 17 legendäre Waffen lassen sich gar nicht farmen. Entweder man erhält sie durch extremes Glück, oder die Chance ist für diesen Charakter vertan - einmal oder keinmal. Aber selbst wenn ich sie erbeuten könnte: wozu denn noch?

Hier haben die Macher von Borderlands: The Pre-Sequel meiner Meinung nach großes Potenzial verschenkt. Ich hätte mir vom Spiel gewünscht, dass am Ende dieser Reise bis auf Level 50 noch einmal ein letzter Bossgegner wartet, der einem noch einmal eine richtige Herausforderung und Belohnung bietet, damit dieses "Ich weiß nicht, was es ist, aber ich muss haben"-Gefühl noch einmal aufflammt.

Mein wichtigster Tipp zum Abschluss: Genießt eure Reise, lasst euch Zeit
Ich will euch damit nicht die Freude am Spiel verderben. Ganz im Gegenteil: Ich will euch davor bewahren, denselben Fehler wie ich zu machen. Lasst euch Zeit mit dem Spiel, sucht nicht gleich nach den besten Waffen und mächtigsten Builds für euren Charakter. Haltet so lang wie möglich fest an dem Drang, das nächste Level erreichen zu wollen. Aber wollt nicht Level 50 sein, dann seid ihr nämlich am Ende von Elpis angekommen.

Was haltet ihr von Borderlands: The Pre-Sequel? Wie steht ihr zu den nicht farmbaren Bossen und den Wenigen, die man doch mehrmals besiege kann? Hat das eurer Meinung nach Wiederspielwert genug oder fehlt euch da etwas? Hinterlasst einen Kommentar, ihr braucht euch dazu bei uns nicht einmal registrieren.