EA-Boss Andrew Wilson stellt Drei-Punkte-Plan vor

EA-Boss Andrew Wilson stellt Drei-Punkte-Plan vor

Seit fast zwei Jahren schon üben Spieler in aller Welt harsche Kritik am Publisher Electronic Arts. Einige Spieler bemängeln, dass der Always-On-Zwang von SimCity nichts anderes sei als eine DRM-Maßnahme. Im April 2013 bekräftigt der ranghohe EA-Verantwortliche Peter Moore, dass dem nicht so sei. "Wir können es nicht klarer ausdrücken - es ist kein DRM. Punkt", schrieb er damals vehement. Im März 2014 erscheint dann Update 10 für SimCity, welches unter anderem den Always-On-Zwang lockert und einen Offline-Modus enthält, der vor dem Verkaufsstart noch für unabdingbar erklärt wurde. Ähnliches passierte auch mit Battlefield 4 und Plants vs. Zombie: Garden Warfare. Die Spieler sind unzufrieden.

Das ist jetzt auch beim obersten Chef von Electronic Arts, nämlich Andrew Wilson, angekommen. Er hat einen Plan. Drei grundlegende Dinge möchte er bei Electronic Arts im Laufe der kommenden drei Jahre verändern.

  1. Spieler zuerst. Wilson erkennt an, dass diese Kultur, die Spieler an erste Stelle zu setzen, in der Vergangenheit abhanden gekommen ist. Diese Mentalität möchte er im Unternehmen wieder stärken. Wilson erklärt das zu seinem wichtigsten Ziel.

  2. Digital. Diese Maßnahme dürfte nur wenige wirklich verwundern. Die klassischen Verkäufe physischer Boxen im Laden gehen schon seit einiger Zeit zurück, DLC-Verkäufe spülen aber seit jeher mehr und mehr Gewinne in die Kassen.

  3. Interne Umstrukturierungen. EA ist ein global agierendes Unternehmen, typisch dafür in verschiedenen Abteilungen aufgestellt wie Entwicklung, Vertrieb, Marketing. Wilson sagt, dass er diese Strukturen auflockern wolle: "Jeder Mitarbeiter bei EA muss akzeptieren, dass er in der Verantwortung steht, die Beziehung zum Spieler zu vertiefen und zu pflegen".

Darüber hinaus spricht Wilson auch die Puknkte Originalität an. Battlefield: Hardline zum Beispiel ist für viele Spieler nicht mehr als ein Addon zu Battlefield 4. Ein Battlefield 4 im Cops-gegen-Kriminelle-Szenario. Dem steuert Andrew Wilson nun entgegen und sagt, dass der Titel verschoben wurde, um innovativere Features ins Spiel zu bringen. Außerdem fügt er hinzu, dass die Entwickler mehr Zeit zum Verfeinern von Spielen bekommen sollen. Dragon Age: Inquisition wurde zuletzt um einige Wochen verschoben, damit etwaige Bugs ausgemerzt werden.

Letztlich führt Wilson aus, dass die Kunden nur dann glücklich sein könnten, wenn sie mehr Inhalt erhalten als sie bezahlen. Konkret sagt er: "Wenn sie dir 20 Dollar geben, dann erwarten sie im Gegenzug etwas, das mehr als 20 Dollar wert ist. Man muss immer an diesen Punkt gelangen, wo sie das Gefühl bekommen, mehr für ihr Geld zu erhalten als sie erwartet hätten".