Grand Ages: Medieval - Creative Director gibt Einblicke in Spielmechaniken

Grand Ages: Medieval - Creative Director gibt Einblicke in Spielmechaniken

In Grand Ages: Medieval seid ihr als Spieler einer von acht Feldherren, die Europa als eine Nation vereinen und den Thron als Kaiser erklimmen wollen. Die Spielwelt umfasst tatsächlich ein Abbild des gesamten europäischen Kontinents und sogar noch etwas mehr; die Karte reicht von Spanien bis nach Russland, von Norwegen bis nach Nordafrika. Zu Beginn also siedelt ihr vorerst allein. Ihr errichtet eure erste Stadt und stampft weitere Städte aus dem Boden. Es geht aber nicht darum, wie beispielsweise in Rise of Nations, möglichst schnell einfach eure Landesgrenzen zu erweitern und dem Widersacher auf die Pelle zu rücken. Nein, in Grand Ages: Medieval sind eure Städte wertvolle Anlagen. Jede Stadt in Grand Ages: Medieval verfügt nämlich über fünf Produktionsslots, das heißt, ihr könnt nur fünf verschiedene Produktionsketten pro Stadt errichten. Wenn ihr also Fisch benötigt, braucht ihr unbedingt eine Stadt in der Nähe von Wasser. Eisen könnt ihr nur in Städten produzieren, die auch wirklich Berge in ihrem Einzugsgebiet haben.

Wenn ihr erst einmal mehrere Städte habt, braucht ihr euch keine Gedanken um Handelsrouten und fummeliges Mikromanagement machen. Zwar könnt ihr auch alles selbst kontrollieren und Handelsroute selbst errichten. In der Regel nimmt das Spiel euch aber diese Aufgabe ab und regelt alles Wichtige automatisch. Straßen genügen, dann werden die Handelsgeschäfte von allein abgewickelt. Zudem gewähren euch neue Städte einen weiteren Technologiepunkt, den ihr in fortschrittliche Technologien investieren könnt. Ihr schreitet in Grand Ages: Medieval nicht im Zeitalter voran, sondern entdeckt fortschrittliche Technologie im Rahmen des Mittelaltern. Den Langbogenschützen zum Beispiel.

Den Langbogenschützen werdet ihr brauchen, um Städte eurer Mitstreiter zu belagern. Auch hier sind aber weise Entscheidungen gefragt. Ihr wollt der Herrscher über Europa werden, ja. Aber das heißt nicht, dass ihr gegen die anderen Feldherren in den Krieg ziehen müsst. Ihr könnt euch auch einfach als der bessere Feldherr erweisen, eine Stadt beweisen, dass ihr sie versorgen könnt und die Stadt dann friedlich übernehmen. Der Vorteil: Ihr müsst keine ruinierte Stadt neu aufbauen. Eine Belagerung mag zwar schneller gehen, zerstört aber viele Gebäude, die Bevölkerung leidet ebenfalls darunter. Es ist aber nicht immer so einfach, eine Stadt friedlich zu übernehmen. Die anderen Feldherren nämlich haben ihren ganz eigenen Kopf und Eigenschaften, die ihr zu eurem Vorteil nutzen müsst.

Im Laufe der Kampagne aber habt ihr genug Zeit, die unterschiedlichen Mechaniken selbst kennenzulernen und trickreiche Kniffe herauszufinden. Acht bis zehn Stunden werdet ihr etwa in der Kampagne verbringen, die übrigens eine wirkliche Geschichte erzählt. Angelehnt an reale Ereignisse, aber dennoch fiktiv, erzählen die Macher des Spiels eine Story, untermauert mit gezeichneten Videos. Wann immer ihr eine neue Spielmechanik anwenden müsst, erklärt euch das Spiel alles Wichtige. Die Kampagne ist also auch ein Tutorial. Nach Abschluss der Hauptgeschichte entlässt euch das Spiel fließend in den wichtigsten Spielmodus, das freie Spiel. Oder ihr fangt von vorne an, legt eigene Startbedingungen und Schwierigkeitsgrade fest. Zur Geschichte selbst wollen die Entwickler noch nichts verraten.

Grand Ages: Medieval erscheint im Jahr 2015 "auf jeden Fall für den PC". Möglicherweise aber auch auf anderen Plattformen, darüber denken die Entwickler derzeit nach, was Creative Director Daniel Dumont im vollständigen Interview erklärt.