Watch Dogs - Spielbericht und Fazit: Das steckt im DLC Bad Blood

Kaum schlüpfen wir im neuen Watch Dogs-DLC "Bad Blood" in die Rolle des Hackers T-Bone, finden wir uns auf einem fahrenden Zug wieder und fliehen vor wutentbrannten CTOS-Sicherheitskräften, die nach unserem Leben trachten. Wie es dazu kommen konnte, lest ihr in unserem Spielbericht.

Watch Dogs - Spielbericht und Fazit: Das steckt im DLC Bad Blood

Spoiler-ENTwarnung: Wir werden keinerlei Inhalte aus der Geschichte von Watch Dogs: Bad Blood spoilern. Viel mehr stellen wir die neuen Inhalte vor und möchten, dass ihr euch eine eigene Meinung bildet, ob der Kauf dieses DLC sinnvoll ist oder nicht.

So tickt Raymon 'T-Bone' Kenney
T-Bone ist ein Hacker der alten Schule und ein Ingenieur, der stärker mit ctOS in Verbindung steht, als ihm selbst lieb ist. Im Geiste ist er ein Rebell und er weiß sehr gut, in Gefahrensituationen und Kämpfen auf sich aufzupassen. Viele Details aus seiner Lebensgeschichte sind nicht bekannt, aber das, was er durchlebt hat, ist Grund genug, die Fäuste und Waffen zu heben. T-Bone steht in Hackerkreisen für die Kultur des Handelns. Quasi Nicht lang schnacken, Rechner hacken. Oder Feinde mit dem ferngesteuerten Spielzeugauto Eugene in die Luft sprengen, aber dazu später mehr.

Was ist drin, in Watch Dogs: Bad Blood?
Der digitale Zusatzinhalt Watch Dogs: Bad Blood beinhaltet eine eigene Geschichte, in der ihr in die Rolle des T-Bone schlüpft. Zehn Hauptmissionen in drei Akten erzählen die Story. Darüber hinaus mehr als 100 Nebenmissionen. 29 Fahraufträge könnt ihr zum Beispiel annehmen. Darüber hinaus 60 Straßenschläger-Herausforderungen, je 20 gegen die Miliz, die Fixer und den Chicago South Club. Außerdem könnt ihr 20 Audiologs im virtuellen Chicago einsammeln. Diese müsst ihr in der offenen Spielwelt aber erst einmal finden. Und zwei neue Fälle könnt ihr lösen. Dazu müsst ihr fünf Untersuchungen im Fall Ein Rat der Daves abschließen und fünf Untersuchungen im Fall Fuchsjagd. Sinnvolle Neuerung: In vielen Nebenmissionen erhaltet ihr jetzt auch optionale Ziele. In einer Straßenschläger-Herausforderung müsst ihr zum Beispiel zwei Ziele der Miliz sprengen. Wenn ihr das schafft, ohne auch nur einen einzigen Gegner umzubringen, erhaltet ihr extra Belohnungen.

Hinzu kommt noch eine sportliche Komponente. Einige Straßenschläger-Herausforderungen sind nämlich mit einem Timer versehen. Absolviert diese, erhaltet Punkte für einen erfolgreichen Abschluss und messt euch automatisch mit Spielern, die in derselben Zeit ebenfalls die Herausforderung meistern. Die besten Spieler erhalten auch die meisten Straßen-Tags. Wenn ihr wollt, könnt ihr aber auch ganz klassisch den Mehrspielermodus und gemeinsam mit Freunden spielen.

Neuer Talentbaum: Straßen-Schläger
T-Bone kann all das, was sein Hacker-Freund Aiden Pearce auch kann. Und sogar etwas mehr. Das heißt aber nicht, dass T-Bone schon ein Meisterhacker ist. Genau wie im Hauptspiel müsst ihr spezielle Talente in den bereits bekannten Talentbäumen Hacken, Kämpfen und Fahren freischalten. Ihr fangt aber nicht bei null ein, einige Talente sind schon freigeschaltet. Darüber hinaus beinhaltet Watch Dogs: Bad Bloods den völlig neuen Talentbaum Straßen-Schläger. Wenn ihr Straßenschläger-Herausforderungen abschließt, erhaltet ihr Zugang zu neuen Talenten. Hier einige Beispiele:

  • Jam-Booster. Nach Ihrer Fixer-Untersuchung können Sie nun eine App einsetzen, um Notrufe aus bis zu 20 m zu stoppen.
  • Panzerbrechende Kugeln. Diese Kugeln erhöhen Ihre Chance, schwer gepanzerte Gegner zu verletzen.
  • Detonator für ferngesteuertes Auto. Fügt eine starke C4-Ladung hinzu, welche das ferngesteuerte Auto bei Verwendung zerstört.

Insgesamt könnt ihr zusätzlich zu den Talenten aus dem Hauptspiel insgesamt zehn neue Talente freischalten.

Neu: Ferngesteuertes Auto "Eugene"
T-Bone ist ein Bastler. Unter anderem ist er imstande, ein ferngesteuertes Miniaturfahrzeug zu bauen, das liebevoll Eugene genannt wird. Mit diesem ferngesteuerten Auto verstreut T-Bone aber alles andere als Liebe. Mit dem Miniaturfahrzeug spioniert ihr eure Gegner aus oder rüstet es mit einer Betäubungspistole auf, um Gegner heimlich ins Land der Träume zu schicken. Wenn die Heimlichtuerei aber nicht eurem Spielstil entspricht, könnt ihr Eugene auch einfach mit C4 beladen und alles in die Luft sprengen, was ihr gerade in die Luft sprengen wollt. Das ermöglicht viele neue Freiheiten und sorgt für mehr Abwechslung bei den Missionen wie auch Herausforderungen.

Im Video: Erste Mission "T-Bowned"
Die erste Mission im digitalen Zusatzinhalt Bad Blood gibt Aufschluss über den Charakter von T-Bone. Zugegeben: Die Flucht mit dem fahrenden Zug war unsere Idee beim Spielen. Aber wir glauben, das passt zum Charakter des T-Bone, der sich deutlich von seinem Partner Aiden Pearce unterscheidet. Aber seht T-Bone selbst in Aktion:

 

Fazit
Mit dem Season Pass kauft man ja immer die Katze im Sack. Ich habe den Season Pass am Erscheinungstag von Watch Dogs gekauft, aber ganz ehrlich: Nach dem Durchspielen von Watch Dogs war mir dann etwas mulmig zumute. Ich mag das Hauptspiel wirklich, die Kampagne hat mich unterhalten, Chicago ist eine großartige Stadt und mit der Macht über alle technischen Geräte ein bisschen Gott zu spielen, macht Freude. Doch die Motivation war irgendwann verflogen. Für ein Open-World-Spiel sogar relativ schnell. Das war schade.

Nun aber ist die Katze AUS dem Sack. Ich habe Watch Dogs: Bad Blood gespielt und mir nach der ersten Hauptmission mal die neuen Inhalte angesehen. Super! Eine neuer Charakter, eine neue Kampagne, neue Gameplay-Möglichkeiten und - das ist mir persönlich das wichtigste von allen - endlich neue Anreize, einmal durchgespielte Nebenmissionen auch noch einmal zu probieren. Die optionalen Nebenziele gefallen mir und auch die Idee, sich beim Abschluss der Straßenschläger-Herausforderungen mit anderen Spielern zu messen. Ergo: Großartiger DLC für ein tolles Hauptspiel!